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Sonntag, 3. Mai 2015

„Shopping-Nights“ - Es geht auch ehrlich Herr Landeshauptmann!





"Die lange Nacht des Tanzes", initiiert vom "Tanzsommer" und dem "Verein der Innenstadtkaufleute", entpuppte sich durchweg als Mogelpaket. Trug der vom Landeshauptmann genehmigte erste Antrag noch den Titel "Ganz Innsbruck tanzt, bei der langen Nacht des Tanzes", war er zur Sitzung des Innsbrucker Gemeinderates bereits umbenannt in "Die lange Nacht des Tanzes mit Shoppen".

Wie der Inhalt so der Titel - Aufgrund der Konzeptänderung, welche in der Umsetzung im Vorjahr ohnehin schon zu wenig professionell und respektvoll gehandhabt wurde, zog sich die Tiroler Tanzszene beinahe geschlossen zurück. Daraufhin sah auch der Chef des Tanzsommers seine Felle davon schwimmen und verabschiedete sich. Zurück blieb ein inhaltsleerer Antrag, eine "Tanznacht ohne Tanz" aber mit Shoppen. Dieser wurde dann noch mehrheitlich von der Tagesordnung des Gemeinderates abgesetzt, ohne Debatte gegen die Stimmen von ÖVP, FI und GRin Elfriede Moser. Schade. Gleichfalls animiert die gesetzliche Regelung zum Weiterkämpfen.

Das Öffnungszeitengesetz, §4a(1)3. besagt: „Aus Anlass von Orts- und Straßenfesten insbesondere in historischen Orts- und Straßenkernen oder in Gebieten, in denen bedeutende Veranstaltungen stattfinden, am Tag der Veranstaltung über 21 Uhr hinaus dürfen Verkaufsstellen offen gehalten werden.“

Der Artikel zeigt: Shopping Nächte, die über 21 Uhr hinaus gehen, sind in Österreich verboten außer sie funktionieren als Begleitmusik von gesellschaftlich bedeutsamen Veranstaltungen. Dann können sie vom Landeshauptmann genehmigt werden. Daher funktioniert eine Tanznacht ohne Tanz aber mit Shopping NICHT. Und daher findet sich hier eine wichtige Chance um Kulturinhalte auf Augenhöhe in das Konzept hinein zu reklamieren.
Es ist höchste Zeit, dass der Landeshauptmann endlich erkennt, was er mit der laschen Genehmigungspolitik anstellt. Er fördert systematische Heuchelei in der Gesellschaft und missachtet aktiv die gesellschaftliche Bedeutung von Kultur. „Die lange Nacht des Tanzes mit Schoppen“ ist der beste Beweis dafür.

·      Raum und Ressourcen für kulturelle Begegnung bereitstellen, dann können gerne die Einkaufszeiten erweitert werden, so wie im Gesetz vorgesehen.

·         Landeshauptmann Platter soll sich hier endlich dieser systematischen Lüge entgegenstellen durch EHRLICHE Genehmigung von EHRLICHEM Anliegen!




Sonntag, 8. März 2015

Jugendkulturförderung und der große Wurf 2015



Innsbrucker Koalition, Jugendpolitik neu!


Mit Jänner 2013, nach vielen Verhandlungssitzungen über die Zukunft der Jugendzentren und zu Jugendkultur, startete die erste Erneuerung im Jugendbereich: Der "Verein Jugendhilfe" verschwand von der Bildfläche und die Jugendzentren kamen in die ISD: Eingliederung der Jugendzentren in die ISD.  Ganz ehrlich gesagt, bin ich zwar immer noch nicht ganz glücklich mit der Lösung, mehr war jedoch koalitionär noch nicht herauszuholen. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass Jugendarbeit auf die Zukunft hin eine eigene Identität braucht, und sie mehr in Richtung Eigenständigkeit geführt werden sollte. Eine Verbesserung ist die Eingliederung in die ISD auf jeden Fall, sowohl für Mitarbeiter_innen, als auch für die Jugendlichen.

Ende November 2013 war es dann soweit. Innsbruck startet den Aufbau einer Jugendbeteiligungsstruktur mit einer eigens für die Jugendbeteiligung eingestellten Mitarbeiterin. Der Beginn einer neuen Ära in der Innsbrucker Jugendpolitik und zwar die strukturelle Verankerung der Jugendbeteiligungs- und Jugendkulturarbeit in der Stadt.

Im Juni 2014 kam dann der Gemeinderatsbeschluss Haus der Jugend in der Talstation
Damit hat der Gemeinderat den nächsten Meilenstein für den Aufbau einer selbstbestimmten Jugendarbeit gesetzt. Naja, eher ermöglicht. Weil der gesetzte Schritt gehört dem Schüler_innenbeirat. Einer Schüler_innenselbstorganisation, die es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht hat, das Haus der Jugend zu dem zu machen was es immer mehr ist und noch mehr werden soll - ein offenes, selbstverwaltetes Haus für die aktive und kreative Jugend.Bei Bedarf ist ihnen unsere Unterstützung gewiss.

Natürlich bin ich auch sehr glücklich mit den 3-Jahres-Verträgen in Innsbruck, endlich Planungssicherheit für die Einrichtungen und natürlich Aranea mit der stationierten und aufsuchenden Mädchenarbeit, die Verbesserung der Vernetzung in der OJAI, ... es gäbe so viel zu loben im Bereich der verbandlichen und offenen Jugendarbeit. Allen voran das Jugendland, die Kinderfreunde, die Diözesanjugendarbeit, natürlich das Z6 und viele andere, aber jetzt aufgepasst!

Der Große Wurf  2015 für die Entwicklung der Jugendkulturarbeit

kommt vom Land. Im Jänner 2015 beschloss das Land Tirol neue Richtlinien für Jugendkultur. Wesentlich und NEU dabei sind € 210.900,- Jugendkulturförderung. Davon sind € 206.600,- frisches Geld, also nicht von anderen Jugendtöpfen. Zu beantragen im Jugendreferat des Landes Tirol.

Jetzt sind die Jugendlichen und die Jugendeinrichtungen gefragt!

Meine Bitte richtet sich an die Einrichtungen im Jugendbereich und an unsere Jugend direkt: Jugendkulturarbeit ist Kulturarbeit, somit Investition in den Menschen, in dem Fall in unsere Jugend, in unsere Zukunft, in die Zukunft unserer Demokratie. Nützt das Angebot, belebt unsere Stadt. 


Herzliche Grüße, Mesut Onay
 
Mesut Onay - innsbruck.gruene.at