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Mittwoch, 17. Dezember 2014

Einfach Kultur :-)

Es ist zwar schon eine Weile her, aber das Thema ist noch immer aktuell! Deshalb hier einige Ausschnitte aus meiner spontanen Rede im Budget-Gemeinderat 2012 zum Thema Kultur:


"Zum Thema Kunst und Kultur, haben wir in der Stadt Innsbruck eine Entwicklung erlebt, die erwähnt werden sollte! Es gab eine Professionalisierung diverser freier Szenen. Es begann, als Alt-Bürgermeisterin KRin Zach die Szenen zwang, durch Kürzung der Mittel miteinander in Dialog zu treten und zu kommunizieren. Damals war ich bei der Hausbesetzung "Kultur braucht Raum" dabei. Was wir dort, aus dieser Situation lernten, war Solidarität. Das war ein erster Schritt in Richtung Zusammenführung. Daraus entstand zum Beispiel der Verein p.m.k (p.m.k). Vor kurzem erfolgte nun der bisher letzte "Super-Schritt" und dafür bin ich der Frau Bürgermeisterin, GRin Dr.in Moser und den MitarbeiterInnen der Mag.-Abt. V, Kultur, sehr dankbar. Diese Bündelung der freien Theaterszene im Freien Theater Innsbruck (FTI) war wirklich ein Coup. Sie hat nun Raum bekommen, in dem auch organisatorisch zusammengearbeitet und eine Kultur der Solidarität entwickelt werden kann, nicht nur als freie Theaterszene, sondern auch als Vorbild für alle anderen Bereiche in Kunst und Kultur. Für das nächste Jahr 2013 wird sicher die freie Tanzszene und die Straßenkunst ein Thema sein. Aber auch andere Bereiche der Kultur haben daraus Mut geschöpft und entwickeln sich. Im Kulturbereich hat die Stadt Innsbruck zwei Rollen. Einmal als Förderin der Kulturschaffenden, in dem sie Gelder zur Verfügung stellt und Veranstaltungen von ihren VertreterInnen besucht werden. Die zweite Rolle ist jene, selbst als kulturschaffende Kraft aufzutreten und - wie man beim Freien Theater Innsbruck (FTI) gesehen hat - zentral und nicht nur am Rande, mitzuwirken. Das finde ich gut, denn Kultur ist nicht nur das, was wir im Kulturausschuss erarbeiten oder das, was wir mehr oder weniger fördern, Kultur ist alles! Sie lässt sich nicht verbieten, sie lässt sich nicht unterdrücken und dazu gibt es genug Beispiele in der Geschichte."

"Ich komme nun zum Olympischen Dorf. Wenn dort die Jugendlichen, weil das Jugendzentrum gerade geschlossen ist, in die Tiefgarage einer Filiale der M-PREIS Warenvertriebs GmbH gehen und dort an die Wand kritzeln, entsteht Kultur. Die Diskussionen, die dort geführt, die Eindrücke, die dort erlebt werden, sind Erfahrungen, die das weitere Leben mit beeinflussen und dabei entsteht Kultur. In Brasilien hat man versucht, Kultur zu unterdrücken. Was ist daraus entstanden? Das Theater der Unterdrückten! Im spanischen Bürgerkrieg sind deutsche und italienische Bomben auf Guernica gefallen und haben das ganze Dorf ausgelöscht. Was kam dabei heraus? Es ist das berühmte Bild "Guernica" von Pablo Picasso entstanden. In Österreich, zur Zeit des Wiener Kongresses, hat man Kultur verboten, hat man KünstlerInnen verfolgt. Es war eine brutale Zeit. Die KünstlerInnen haben sich in ihre Wiener Wohnzimmer zurückgezogen und daraus entstand zum Beispiel die "Schubertiade", die heute noch eine Zeugin jener Zeit ist. Alles ist Kultur und das einzige, das es in der Kultur nicht gibt, ist Unkultur. Das Wort "Unkultur" mag vielleicht als Schimpfwort gebräuchlich sein, aber sie ist doch eine Form von Kultur!"

"Ich komme jetzt zurück zur Rede von StR Mag. Dr. Platzgummer, da er erwähnte, dass die Kultur, als auch der Sport der Kitt der Gesellschaft sind. Das stimmt und es gilt für alle Bereiche unserer Gesellschaft! Es ist wichtig, dass die Jugendlichen organisiert sind und das ist im Sportbereich sehr gut gegeben. Es ist wirklich ein Einfluss, der die Entwicklung der Jugendlichen in eine bestimmte, kulturelle Richtung führt. Hier haben wir als Stadt Innsbruck auch Verantwortung. Ich möchte nun zu einer Anekdote aus meinem Leben kommen. Einer meiner Tanzschüler aus Schwaz bereitete mir große Sorgen, denn ich musste befürchten, dass er abstürzen würde. Deshalb versuchte ich, ihn zu verschiedenen Veranstaltungen mitzunehmen. Wir haben uns sehr gut verstanden. Eines Tages kommt er aufgeregt zu mir und sagt, dass er eine Neuigkeit für mich hätte. Er sei jetzt auch politisch aktiv! Er sei Mitglied der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Ich fand das super, denn es ist wichtig, dass die Jugendlichen organisiert sind! Dies gilt auch für die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), obwohl ich eine komplett andere Weltanschauung habe! Es ist wichtig, dass Jugendliche lernen, Vorbildwirkung zu haben und Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Auch das ist Kultur! In diesem Sinne, haben wir nächstes Jahr sehr viel zu tun. Die Kommunikation, auch intern im Kulturausschuss, ist super und wir werden weiterhin, hoffentlich die richtigen, Impulse setzen, damit sich Kultur in die richtige Richtung entwickelt und dass wir in der Stadt Innsbruck kein Theater der Unterdrückten schaffen."

"Für mich ist Kultur nicht Kitt, sondern eine Spiegelung der Gesellschaft, denn sie reflektiert, gibt zurück wie ein Spiegel und dieses Bild kann von sehr böse bis sehr positiv sein! Wir werden hoffentlich, gemeinsam mit den Kulturschaffenden, diese Stadt Innsbruck weiterhin positiv gestalten!"


Samstag, 20. September 2014

Auf zum Diözesanfest - Innsbruck lebt mit uns allen!

 
 
Ich gratuliere der Diözese Innsbruck zum fünfzigjährigen Jubiläum. 
Die Diözese betont mit all ihren hauptamtlichen- und ehrnamtlichen 
Mitarbeiter_innen, den Wert und die Bedeutung von karitativem und 
sozialem Engagement. 
 
Auch der Einsatz Bischof Manfred Scheuers 
für Religions- und Meinungsfreiheit und den inter- und transreligiösen Dialog 
trägt einen sehr großen Teil zu gegenseitiger Achtung und Respekt in der 
Gesellschaft bei. Ich gratuliere ihm an dieser Stelle zu seiner Haltung.
 
Die drei erklärten Ziele des diesjährigen Diözesanfestes 
"Vielfalt, Nachhaltigkeit und öffentlicher Raum" unterstütze ich liebend gerne. 
Kunst und Kultur gehören sozialisiert und allgemein zugänglich gemacht - was 
eignet sich da besser als der öffentliche Raum? 
Der Begegnungsraum Öffentlichkeit gehört mit Leben gefüllt. Ich freue mich auf 
ein schönes Diözesanfest heute in der Innsbrucker Innenstadt, 
zu der wir alle in all unserer Vielfalt und Unterschiedlichkeit eingeladen sind. 
 
Euer Mesut Onay

Freitag, 12. September 2014

Anpruggen als Vorbild für andere Stadttteile

Vom Projekt zur Struktur

Ein funktionierendes Gemeinwesen stellt die Basis für nachhaltig konstruktive Lebensraumentwicklung dar. Die Anrainer_innen von Anpruggen haben bei der zweiten Anpruggen Stadtteilkonferenz eindrucksvoll gezeigt, dass sie bereit sind, die Entwicklung ihres Lebensraums mitzugestalten. Für diese Haltung kann ich ihnen nur gratulieren.

Aus den vier Arbeitsgruppen, hat sich bereits die erste Selbstorganisation entwickelt. Der Wirtschaftverein Anpruggen soll am 8. Oktober den Vorstand wählen. Auch die engagierten Kulturbetriebe haben sich eingebracht und es wurde bereits ein erstes vielversprechendes Konzept zum Waltherpark als Diskussionsgrundlage präsentiert.

Im Bereich Verkehr überzeugte vor allem der lösungsorientierte und wertschätzende Umgang aller Verkehrsteilnehmer_innen miteinander. Die Verkehrsentschleunigung und die Erhaltung der Anrainer_innenparkplätze gehören genauso zur Sicherung der Lebensqualität, wie die Schaffung von Sozialräumen im öffentlichen Bereich.

Ich sehe das Bürger_innenbeteiligungsprojekt Anpruggen in einer Vorbildfunktion auch für andere Stadtteile. Ich bedanke mich bei der Beamt_innenschaft und bei den Prozessbegleitern, die durch ihren persönlichen Einsatz und ihre Professionalität eindrucksvoll für alle Beteiligten den vertrauensvollen Rahmen für konstruktive Diskussion und Bürger_innenbeteiligung schaffen.

Durch konstruktives Einbringen der Perspektiven der Anrainer_innen, werden Entscheidungsgrundlagen für aktuelle und künftige Projekte breiter getragen, nachhaltiger und somit qualitativ hochwertiger. 

An diesem Weg des Dialoges mit Verwaltung und Bürger_innen halten wir fest und werden ihn ausbauen. Wir wollen, dass es bis 2030 nur noch Stadtentwicklung mit Einbindung der Bürger_innen geben wird!
 

Herzlichst, 
Mesut Onay 

Sonntag, 27. Juli 2014

Friedensbewegung geht auf die Straße – Haltung zeigen ist angesagt!

Dienstag: 29.07.2014 - 20:00Uhr  - ANNASÄULE - Maria Theresien Straße - Innsbruck

 

Israel/Palästina, Syrien, Ukraine, Irak, ... Es ist höchste Zeit "Die Waffen Nieder" zu rufen.  

Ich darf alle Friedensbewegten einladen an der Friedenskundgebung teilzunehmen.
Menschen aus unterschiedlichsten zivilgesellschaftlichen und politischen Gruppen haben sich zusammengetan, um in Innsbruck ein Friedenszeichen zu setzen. Ich unterstütze den Aufruf von ganzem Herzen und wünsche allen Teilnehmer_innen eine starke und friedvolle Kundgebung. Kraft und Liebe!

Kundgebung & Fackelzug für Solidarität und Völkerverständigung!

Programm:
- Begrüßung
- Eröffnungsansprache
- Jüdisch/palästinensischer Poetry Slam
- Fackelzug


Link zum Aufruf: https://www.facebook.com/events/930131840349807/

Dienstag, 20. Mai 2014

Europa_kritisch - Alternativen und Perspektiven

Wo stehen die kapitalismus- und globalisierungskritischen Bewegungen?  Wo sehen sie  Chancen und Gefahren für die Zukunft? Wo liegen die Perspektiven? 





Europa_kritisch - Aufruf zum Mitdiskutieren

Alternative Perspektiven - zu den EU-Parlamentswahlen 2014

Mittwoch, 21. Mai 2014, 19:30 Uhr

Innsbruck, DieBäckerei Dreiheiligenstraße 21a



Hier ein Text vom Kollegen Matthias Lauer zur Veranstaltung: 
Die EU-Parlamentswahlen stehen sicht- und hörbar vor der Tür. Viele EU-Bürger_innen kritisieren mittlerweile  die EU-Politik, sei es  mit ihrer Außengrenzen- und Flüchtlingspolitik (Frontex) und/oder ihrer Wirtschafts- (TTIP-Verhandlungen, Fiskalpakt) und Sicherheitspolitik, etwa die Rolle im gegenwärtigen Konflikt in der Ukraine. 
Mit der kommenden EU-Wahl stellt sich daher nicht nur die Frage, wen man wählen soll, sondern auch, wie eine Zukunft Europas denkbar sein könnte – im Sinne von Demokratie, sozialer Gerechtigkeit und Frieden.
Das Friedensforum Innsbruck, das seit zwei Jahren zu Fragen der Friedenssicherung und -entwicklung arbeitet,  lädt daher zum Mitdenken- und diskutieren in der Veranstaltung “Europa_kritisch” ein. Statt Vertreter_innen der wahlwerbenden Parteien neuerlich ein Podium zu bieten, sind engagierte Akteur_innen geladen, die sich parteiunabhängig und kritisch mit der Entwicklung in der EU auseinandersetzen.
Im Rahmen von Theater & Podiumsdiskussion soll über die politische Ausrichtung der EU informiert und diskutiert werden – aus Friedensperspektive, aus einer Sicht, die über die tagespolitischen Scharmützel hinausweist.
Auf dem Podium mit alternativen, aber durchaus konträren Meinungen zur EU:

- Boris Lechthaler von der Solidar-Werkstatt Österreich und
- Joseph Berghold von ATTAC

Den Auftakt ins Thema bietet das kurze, aber intensive  Theaterstück “Frieden schaffen” vom Kunstkollektiv ARTerie über die Friedensnobelpreis-Trägerin EU.


Freitag, 7. März 2014

Mit zivilgesellschaftlicher Mitverantwortung Zukunft gestalten

 
 
Innsbrucks starke und bunte Zivilgesellschaft soll um einen Bereich reicher werden, und zwar um ein breites, über Parteien und ideologische Grenzen hinausreichendes Netzwerk gegen Faschismus. Anlässlich der Verbandstagung der Deutschen Burschenschaft, die am 30. November in Innsbruck stattgefunden hat, haben sich zahlreiche Organisationen aus Politik und Gesellschaft zu dem Bündnis "Innsbruck gegen Faschismus" zusammengefunden, um dazu aufzurufen, als Bürger_innen unserer Stadt Haltung zu zeigen und ein klares gesellschaftliches Zeichen für Toleranz und Vielfalt zu setzen.  

An der Demonstration des Bündnisses  „Innsbruck gegen Faschismus“ beteiligten sich über 1500 Menschen.   Am Vortag setzten Künstler_innen ein klares Zeichen gegen geschichtsrevisionistisches und verharmlosendes Gedankengut. Nun möchte das junge Bündnis „Innsbruck gegen Faschismus“  nicht bloß Feuerwehr spielen, sondern als dauerhaftes Informations- und Vernetzungsbündnis bestehen bleiben. 
Ich möchte mich bei den Aktiven des Bündnisses für ihr Engagement und ihre für Innsbruck sehr wichtige Arbeit herzlich bedanken. Ich sehe gesellschaftliches Engagement und Verantwortungsteilung als Schlüsselfaktor für eine auf Nachhaltigkeit aufgebaute, "enkeltaugliche" Gesellschaft. 

Am 15. März findet in der Hallerstraße 41, ein Solikonzert statt. Der Eintritt ist frei. Über Spenden freut sich "Innsbruck gegen Faschismus". 
 
Facebookevent:  
https://www.facebook.com/events/250665328441301/declines/?notif_t=plan_mall_activity)
 
Homepage von Dominik Plangger: https://dominikplangger.wordpress.com/ 
 
Mesut Onay - innsbruck.gruene.at